Warum ein IT-Sicherheitscheck kein Luxus ist
Ransomware, Phishing, Datenlecks — die Schlagzeilen betreffen längst nicht mehr nur Konzerne. 43% aller Cyberangriffe richten sich gegen kleine und mittlere Unternehmen. Der Grund: KMU haben oft weder dedizierte IT-Sicherheitsteams noch regelmäßige Prüfprozesse.
Das Fatale: Die meisten Schwachstellen sind vermeidbar. Ein strukturierter IT-Sicherheitscheck deckt sie auf, bevor ein Angreifer es tut.
Die große IT-Sicherheits-Checkliste für KMU
1. Zugangsmanagement
- Haben alle Mitarbeiter eigene Accounts (keine geteilten Passwörter)?
- Ist Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle kritischen Systeme aktiviert?
- Werden Zugänge bei Mitarbeiterwechsel sofort deaktiviert?
- Gibt es eine Passwort-Richtlinie mit Mindestanforderungen?
Praxis-Tipp: MFA allein verhindert über 99% der Account-Übernahmen. Wenn du heute nur eine Sache umsetzt — mach es MFA.
2. Endgeräte-Sicherheit
- Sind alle Geräte (PCs, Laptops, Smartphones) mit aktueller Endpoint Protection ausgestattet?
- Werden Betriebssystem-Updates zeitnah eingespielt?
- Gibt es eine Richtlinie für private Geräte im Firmennetz (BYOD)?
- Sind Festplatten verschlüsselt?
3. Netzwerk & Firewall
- Ist die Firewall aktuell und korrekt konfiguriert?
- Ist das WLAN mit WPA3 gesichert und vom Gäste-Netz getrennt?
- Werden Netzwerkzugriffe protokolliert?
- Gibt es eine Netzwerksegmentierung (Produktion, Verwaltung, Gäste)?
4. Backup & Wiederherstellung
- Existiert eine 3-2-1-Backup-Strategie?
- Werden Backups regelmäßig auf Wiederherstellbarkeit getestet?
- Liegt mindestens ein Backup offline oder in einer separaten Cloud?
- Wie schnell kannst du nach einem Totalausfall wieder arbeiten?
5. E-Mail-Sicherheit
- Sind SPF, DKIM und DMARC für deine Domain konfiguriert?
- Gibt es einen Spam- und Phishing-Filter?
- Wissen deine Mitarbeiter, wie sie Phishing-Mails erkennen?
- Werden verdächtige Mails zentral gemeldet?
6. Datenschutz & Compliance
- Ist ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (DSGVO) vorhanden?
- Werden personenbezogene Daten verschlüsselt gespeichert und übertragen?
- Gibt es einen Datenschutzbeauftragten (ab 20 Mitarbeiter Pflicht)?
- Sind Auftragsverarbeitungsverträge mit allen Dienstleistern geschlossen?
7. Notfallplan
- Gibt es einen dokumentierten IT-Notfallplan?
- Wissen alle Mitarbeiter, an wen sie sich im Ernstfall wenden?
- Wurde der Notfallplan in den letzten 12 Monaten getestet?
Wie oft solltest du prüfen?
Mindestens einmal pro Jahr — besser alle sechs Monate. Zusätzlich nach jedem größeren Systemwechsel, nach Sicherheitsvorfällen und wenn neue Mitarbeiter eingestellt werden.
Ein IT-Sicherheitscheck ist kein einmaliges Projekt. Er ist ein laufender Prozess, der sich an neue Bedrohungen anpassen muss.
Die häufigsten Schwachstellen, die wir finden
In unserer Arbeit mit mittelständischen Unternehmen in Augsburg und Umgebung sehen wir immer wieder dieselben Probleme:
- Keine MFA — trotz verfügbarer Lizenz in Microsoft 365
- Veraltete Systeme — Windows-Server ohne aktuelle Patches
- Kein getestetes Backup — Backups laufen, aber niemand prüft, ob sie funktionieren
- Fehlende Dokumentation — nur eine Person kennt die Admin-Zugänge
Fazit: Sicherheit beginnt mit Sichtbarkeit
Du kannst nur schützen, was du kennst. Ein IT-Sicherheitscheck gibt dir Klarheit über den Zustand deiner IT — und einen konkreten Fahrplan, um Lücken zu schließen.
Kein Unternehmen ist zu klein für Cybersecurity. Aber viele sind zu unvorbereitet.
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