Die häufigsten Fehler bei einer Microsoft 365 Migration sind mangelnde Planung, fehlende Pilotphase und vergessene Mitarbeiterschulungen. Aus über 250 Migrationsprojekten bei tprime wissen wir: Die Technik ist selten das Problem — es sind die vermeidbaren Fehler drumherum. Hier sind die 10 häufigsten und wie du sie umgehst.
Die 10 häufigsten Fehler
1. Kein IT-Audit vor der Migration
Was passiert: Man startet die Migration, ohne die bestehende IT-Landschaft vollständig zu kennen. Dann tauchen plötzlich vergessene Postfächer, unbekannte Verteiler oder Abhängigkeiten auf.
Wie du es vermeidest: Beginne immer mit einer systematischen Bestandsaufnahme. Erfasse alle Postfächer, Gruppen, öffentlichen Ordner, Weiterleitungen und Drittanbieter-Integrationen. Dieser Schritt spart am Ende mehr Zeit als er kostet.
2. Alle Nutzer auf einmal migrieren (Big Bang)
Was passiert: Am Montagmorgen funktioniert bei allen gleichzeitig nichts. Der Support ist überlastet, und niemand kann arbeiten.
Wie du es vermeidest: Migriere in Batches. Erst 5–10 Power-User, dann Abteilung für Abteilung. So kannst du Probleme früh erkennen und beheben, bevor sie alle betreffen.
3. Keine Pilotmigration
Was passiert: Probleme werden erst bei der Hauptmigration entdeckt — wenn es zu spät ist, einfach zurückzugehen.
Wie du es vermeidest: Führe immer eine Pilotphase mit einer kleinen Testgruppe durch. Prüfe: Kommen alle E-Mails an? Funktionieren Kalendereinträge? Sind Regeln und Signaturen übernommen? Erst wenn alles läuft, geht es weiter.
4. DNS-Einträge vergessen oder falsch konfiguriert
Was passiert: MX-Records, Autodiscover oder SPF/DKIM/DMARC werden nicht korrekt umgestellt. E-Mails kommen nicht an oder landen im Spam.
Wie du es vermeidest: Erstelle eine DNS-Checkliste vor der Migration. Plane die DNS-Umstellung als eigenständigen Schritt mit ausreichend Pufferzeit (DNS-Propagation kann 24–48 Stunden dauern).
5. Öffentliche Ordner ignorieren
Was passiert: In Exchange On-Premises nutzen viele Teams öffentliche Ordner für gemeinsame Kalender, Kontakte oder Formulare. Diese werden bei der Migration vergessen — und nach dem Umzug fehlen sie.
Wie du es vermeidest: Inventarisiere alle öffentlichen Ordner im Audit. Entscheide pro Ordner: Migration zu Microsoft 365 Public Folders, SharePoint oder Teams? Manche Inhalte lassen sich besser in moderne Strukturen überführen.
6. Berechtigungen nicht prüfen
Was passiert: Stellvertretungsrechte, freigegebene Postfächer und Kalenderberechtigungen gehen bei der Migration verloren. Mitarbeiter können plötzlich nicht mehr auf die Kalender ihrer Kollegen zugreifen.
Wie du es vermeidest: Exportiere alle Berechtigungen vor der Migration und stelle sie danach wieder her. Das ist aufwendig, aber essentiell — gerade für Assistenzen und Teamleitungen.
7. Keine Schulung für Mitarbeiter
Was passiert: Die neue Umgebung ist da, aber niemand weiß, wie man Teams, SharePoint oder OneDrive nutzt. Die Produktivität sinkt statt zu steigen. Mitarbeiter arbeiten mit Workarounds oder kehren zu alten Gewohnheiten zurück.
Wie du es vermeidest: Plane Schulungen als festen Bestandteil der Migration ein. Wir nutzen dafür unsere Lernplattform m365-kurs.de plus Vor-Ort-Workshops — damit dein Team die Tools wirklich annimmt.
8. Kein Backup vor der Migration
Was passiert: Bei einem Fehler während der Migration gibt es keinen Weg zurück. Im schlimmsten Fall gehen Daten verloren.
Wie du es vermeidest: Erstelle vor jeder Migration ein vollständiges Backup aller Postfächer, Dateien und Konfigurationen. Das kostet ein paar Stunden — und gibt dir die Sicherheit, im Notfall alles wiederherstellen zu können.
9. Lizenzen falsch dimensioniert
Was passiert: Zu wenige Lizenzen → Nutzer können sich nicht einloggen. Zu teure Lizenzen → unnötige Kosten. Falsche Lizenztypen → fehlende Funktionen.
Wie du es vermeidest: Analysiere den tatsächlichen Bedarf pro Nutzergruppe. Nicht jeder braucht eine E5-Lizenz. Oft reicht Business Standard für 80 % der Nutzer — und nur Power-User bekommen E3 oder E5. Mehr dazu in unserem Artikel über Microsoft 365 Migration Kosten.
10. Keine Nachbetreuung eingeplant
Was passiert: Die Migration ist technisch abgeschlossen, aber in den ersten Wochen häufen sich Fragen. Ohne Ansprechpartner wächst der Frust.
Wie du es vermeidest: Plane mindestens 2–4 Wochen Support nach der Migration ein. Bei tprime gehört die Nachbetreuung zum Standard — weil wir wissen, dass die echten Fragen erst nach dem Go-Live kommen.
Häufige Fragen
Was ist der teuerste Fehler bei einer M365 Migration?
Mangelnde Planung. Ein fehlender IT-Audit führt zu Verzögerungen, Nacharbeiten und im schlimmsten Fall zu Datenverlust. Die Investition in ein sauberes Audit zahlt sich immer aus.
Kann man eine misslungene Migration rückgängig machen?
Nur wenn vorher ein Backup erstellt wurde. Deshalb ist Fehler #8 (kein Backup) so kritisch. Mit Backup können wir jederzeit auf den Stand vor der Migration zurückkehren.
Wie erkenne ich einen guten Migrationspartner?
Er beginnt mit einem Audit, macht eine Pilotphase, migriert in Batches, plant Schulungen ein und bietet Nachbetreuung. Wenn ein Anbieter „alles an einem Wochenende” verspricht, ist Vorsicht geboten.
Fazit
Die meisten Migrationsfehler sind vermeidbar — mit sauberer Planung, einer Pilotphase und dem richtigen Partner. Unsere Microsoft 365 Migration folgt einem bewährten 5-Schritte-Prozess, der genau diese Fehler verhindert.
Im kostenlosen Erstgespräch besprechen wir dein Migrationsprojekt und zeigen dir, wie wir die typischen Stolpersteine umgehen.